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Audi A7 Sportback
Von: THOMAS EDELMANN (Text), MIERSWA & KLUSKA (Fotos) >> 06. April 2018

Design-Ikone

Der neue Audi A7 Sportback zeigt, wie gutes Design funktioniert. Das Coupé verbindet eine revolutionäre De­sign­sprache mit einem fu­tu­ris­ti­schen In­nen­leben und innovativer Technologie.

Vieles ist neu an diesem Auto: die athletisch gespannten Linien, die im Wechselspiel mit gewölbten Flächen stehen, die eigenständige Lichtsignatur der Scheinwerfer, der tiefer angebrachte Single­Frame-Grill und die LED-Leiste an der Heckpartie. Das Armaturenbrett hat sich zu einer mehrdimensionalen Land­schaft aus Bildschirmen mit be­rüh­rungs­sen­si­ti­ver Steuerung verwandelt, und selbst das Sitzempfinden ist anders. Und doch: Wer den neuen Audi A7 Sportback* zu Gesicht bekommt, vielleicht selbst das Vor­gän­ger­mo­dell gefahren ist, erkennt ihn sofort, trotz oder wegen der vielen Neuerungen. Wie geht das, das Vertraute neu zu gestalten, ohne es seiner Identität zu berauben?

Der erste Audi A7 Sport­back galt als Ikone

Wir stehen auf den Schultern von Riesen – vielleicht beschreibt dieser alte Satz, geprägt von dem mittelalterlichen Philosophen Bernhard von Chartres, auch die Aus­gangs­situation der Audi Designer heute. Wer ein Premiumauto neu gestalten will, muss sich an dessen Vorgängern orientieren und darf doch nicht stehen bleiben. Keine leichte Aufgabe für Audi Chefdesigner Marc Lichte und Andreas Mindt, Leiter Exterieurdesign. Die Erwartungen an sie waren hoch, denn schon der erste A7 galt seit seiner Premiere 2010 als Ikone. Der Entwurf beruhte auf einem „Alleingang der Designer“, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ damals schrieb. Ohne konkreten Auftrag hatten die Gestalter um den da­ma­li­gen Designchef Stefan Sielaff dem Vorstand der Audi AG konkrete Ideen für eine neue Modellreihe vorgelegt und damit auf Anhieb überzeugt. Der A7 verbindet seither Ei­gen­schaften, die im Autodesign bis dahin als kaum vereinbar galten: Als Coupé mit dynamisch abfallender Dachlinie sorgt der A7 für sportliche Dynamik, als Gran Turismo bietet er zugleich Raum für bis zu fünf Reisende und ihr Gepäck. Doch auch dieser Entwurf kam – die Schultern von Riesen! – nicht aus dem Nichts. Er zitierte Linien und Proportionen des Audi 100 Coupé S, das der Audi Designer Hartmut Warkuß in den Siebzigern entworfen hatte. Und verwies auf die Dynamik des Ur-quattro, eines Coupés mit Allradantrieb.

Wie entwirft man die zweite Generation eines großen Autos?

Bloß nicht vor Respekt erstarren angesichts der Leistung der Vorgänger! Schließlich gehört Innovation zur DNA der Marke. Marc Lichte machte sich daher schon 2014, als er die Leitung des Designs bei Audi übernahm, an die Neubestimmung der Designsprache. Audi prologue hieß die Studie, die er noch im selben Jahr vorstellte. Sie folgte der Tradition, Concept Cars nicht in erster Linie als ge­stal­te­ri­sche Fantasie, sondern als Vorbereitung auf ein tatsächlich kommendes Serienprodukt zu interpretieren. Mit ihr wurden die Grundlagen für das Design des neuen A7 gelegt. Sein Auftritt wirkt so dynamisch, dass man auf ihn ein Wort des deutschen Designpapstes Otl Aicher anwenden möchte (damals geprägt auf den Porsche 911): „Er fährt, auch wenn er steht.“

Otl Aicher

Der deutsche Designer Otl Aicher (1922-1991) gilt als Vorreiter des Corporate Designs und prägte das Erscheinungsbild zahlreicher (west)deutscher Unternehmen. Er entwarf unter anderem eine universelle Sprache aus Piktogrammen (Symbolen) für die Olympischen Sommerspiele 1972 in München und verfasste bedeutende theoretische Arbeiten zur Theorie der visuellen Kommunikation.

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„The details are
not the details;
they make
the product.”
Charles Eames
Audi A7 Sportback Design

Es kommt auf die Details an

Die Linienführungen, die straffe Behandlung von Flächen und Strukturen, die Oberflächen, alles erscheint beim A7 in einem neuen Licht und ist dennoch intuitiv spürbar und verständlich. Es ist das Ergebnis eines ganzheitlich verstandenen Designs. Dass für dessen ansteckende Wirkung die Details wichtig sind, wusste schon der amerikanische Designer Charles Eames, dessen „Lounge Chair“ vor über 60 Jahren entworfen wurde und der heute als einer der modernen Möbelklassiker gilt. Von Eames stammt der Spruch: „The details are not the details; they make the product.“ Details machen erst das Produkt!

Bezogen auf den A7 heißt das nicht nur durchdachte Bedienführung, bestechende Haptik und kraftvolle Optik. Sondern eben auch jene für Audi typische Verarbeitungsqualität, die unter industriellen Produktions­beding­ungen höchste Individualität zum Ziel hat. Die legendäre französische Möbel- und In­ter­ieur­de­sig­nerin Andrée Putman (1925–2013) sprach einmal davon, dass uns schon die Berührung mit dem Türgriff eines Autos, vergleichbar dem Händedruck einer Person, einen bleibenden Eindruck vermittelt, mit wem wir es zu tun haben. Beim neuen A7 ist das wie die Wiederbegegnung mit einem vertrauten Freund, der dennoch wie ausgewechselt und vor Kraft strotzend wirkt. „Bist du verliebt?“, möchte man unvermittelt fragen, „oder hast du für einen Triathlon trainiert?“

Charles und Ray Eames

Charles Eames (1907-1978) und seine Frau Ray (1912–1988) zählen zu den bedeutendsten Designern und Architekten der Nachkriegszeit. Besonders bekannt sind sie für ihre Sitzmöbel, etwa den "Lounge Chair". Viele ihrer Entwürfe sind Klassiker und zählen bis heute zu den Bestsellern in der Möbelbranche.

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Kraftstoffverbrauch Audi A7 Sportback in l/100 km kombiniert: 7,2–5,5; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 163–142.

* Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2- Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.audi.de/wltp.

Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat, usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch,, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de) unentgeltlich erhältlich ist.


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